Es gibt viele Methoden, die den Entwicklungsvorgang vereinfachen und/oder verbessern sollen. Halten Sie, was sie versprechen?
Stichworte: Methodisches Erfinden, Kreativitätstechniken, Ideenfindungstechniken, Brainstorming, TRIZ, ARIZ, Mindmapping, Morphologischer Kasten/Matrix, Osborn-Methode, Synektik
http://home.t-online.de/home/aam_int/de/ideen/content.html beschreibt kurz verschiedene Techniken
Der Artikel "Kreativitätswerkzeuge" aus c't 20/98, S. 142, ist (teilweise?)
online verfügbar.
Ratschläge von Wissenschaftlern:
- Nimm Dir Zeit für die Exploration
- Lies, aber nicht zu viel
- Betrachte Qualität als Selbstzweck
- Schau Dir genau die Datenlage an
- Pflege die Beziehung zu intelligenten Freunden
Osborn-Methode
Das Problem wird struktiriert und analysiert, in dem man versucht Antworten auf folgende Fragen zu finden :
- Wofür kann ich es noch verwenden? Kann ich es anders einsetzen?
- Weist das Problem auf andere Ideen hin? Ist es etwas anderem ähnlich?
- Was läßt sich ändern? Welche Eigenschaften lassen sich umgestalten?
- Läßt sich etwas vergrößern, hinzufügen, vervielfältigen?
- Läßt sich etwas verkleinern, wegnehmen, verkürzen?
- Was kann ersetzt werden? Welche Bedingungen können geändert werden?
- Kann die Reihenfolge oder Struktur geändert werden?
- Kann die Idee ins Gegenteil gekehrt werden? Kann der Ablauf umgekehrt werden?
- Können Ideen kombiniert oder Personen verbunden werden?
TRIZ
siehe c't 23/2001 Seiten 96 bis 105: 'Erfinden nach Plan' - Methodisches Erfinden (Report)
"Theorie des erfinderischen Problemlösens"
Links aus dem Artikel:
http://www.aitriz.org
http://www.etria.net
http://www.triz-journal.com
http://www.trisolver.com/newsletter
http://www.jps.net/triz/triz0000.htm
http://www.ipt.fhg.de/leistungen/produktentwicklung/triz.html
http://www.trisolver.com
http://www.ideationtriz.com
http://www.invention-machine.com
http://www.triz.org
http://www.wois-innovation.de
http://www.sit.co.il
Von Gernich Altschuller in den 60er bis 80er Jahren entwickelt, enthält folgende Bausteine (Text geklaut bei AAM):
- 40 Wege vom Trivialen zum Genialen: Einsetzbar für leichte bis mittelschwere Aufgaben (aus vielen Patentanmeldungen extrahiert, siehe unten)
- System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben: 5 Klassen / 76 Standards , Methode zur Anwendung der Standards. Einsetzbar für leichte bis mittelschwere Aufgaben
- ARIZ - Algorithmus bzw. Schrittverfahren zur Lösung der Erfindungsaufgaben. Besonders schwierige Erfindungsaufgaben
- Methode der Stoff-Feld-Strukturanalyse technischer Systeme: abstrahierte Analyse technischer Systeme, Arbeitsmittel für die Werkzeuge "System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben" und ARIZ
- Methoden zum überwinden physikalischer Widersprüche. Werkzeug von ARIZ.
- Methoden zur Analyse von Systemressourcen. Arbeitsmittel für die Werkzeuge "System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben" und ARIZ
- Datenbank physikalischer, chemischer, geometrischer und anderer Effekte und Ihrer Anwendungen (z.B. in der Technik). Arbeitsmittel für die Mehtoden und Techniken in TRIZ.
- Techniken zur Steigerung des innovativen Denkens und Reduzierung der Denkträgheit : Operator GZK (Größe-Zeit-Kosten), Modellieren mit Hilfe "kleiner Männchen" u.a. Arbeitsmittel für die Mehtoden und Techniken in TRIZ.
- Antizipierende bzw. vorausschauende Fehlererkennung (AFE) in (technischen) Systemen. Spezielle Methode zur Analyse und Vorhersage möglicher Fehlerszenarien.
- Entwicklungsgesetze der (technischen) Systeme. Evaluationsprognose, erstellen von Überwachungsmonitoren.
Die "40 Wege vom Trivialen zum Genialen":
- Segmentierung
- Gliedere ein System in Module, erhöhe den Grad der Unterteilung, oder lege das Objekt zerlegbar aus.
- Extraktion
- Löse einen "störenden" Bestandteil heraus und betrachte ihn gesondert.
- Lokale Optimierung
- Überganz von einer homogenen Struktur eines Objektes zu einem heterogenen Aufbau/Zusammensetzung. Verschiedene Teile des Objektes übernehmen verschiedene Aufgaben, optimiere jeden Bestandteil für sich.
- Asymetrie
- Ersetze eine symmetrische Struktur durch eine asymmetrische oder steigere den Grad der Asymetrie, wenn sie bereits asymmetrisch ist.
- Kombination
- Räumliches Zusammenfügen und zeitliches Vertakten von Einzelfunktionen.
- Universalität
- Ein System erfüllt unterschiedliche Funktionen.
- Verschachtelung
- Das Prinzip der russischen Puppen: bette ein Objekt in ein anderes ein, diese ggf. in ein drittes usw. ...
- Gegengewichte
- Kompensatiosmechanismen.
- Vorbeugende Gegenwirkung
- Verhindere durch gegenmaßnahmen das Auftreten von unerwünschter Effekte.
- Antizipierte Wirkung
- Schaffe Bedingungen, unter denen die beabsichtigte Wirkung oder der vorgesehene Effekt eintritt.
- Vorsorgliche Absicherung
- Kompensiere Schwachstellen durch Gegenmaßnahmen.
- Äquipotentialität
- Arrangiere das Umfeld so, dass der Aufwand für die Wechselwirkung mit dem Objekt minimiert wird.
- Inversion (Funktionsumkehr)
- Hinterfrage die von der Problemspezifikation festgelegte Wirkung und untersuche die gegenteilige Wirkung.
- Krümmung (Nichlinearität)
- Wo lassen sich lineare Elemente durch nichtlineare erstetzen (z.B. ebene Flächen durch gekrümmte, Translationsbewegungen durch Rotation); Ausnutzen von Zentrifugalkräften.
- Dynamisierung
- Gestalte das Objekt oder seine Umgebung so, dass es sich in allen Betriebszuständen automatisch auf optimales Verhalten einstellt; teile das Objekt in Elemente, die zueinander beweglich sind und sich optimal arrangieren können; mache ein statisches Objekt beweglich, verstellbar oder austauschbar.
- Teil- oder Übererfüllung
- Wenn der gewünschte Effekt hundertprozentig schwierig zu erreichen ist, löse das Problem durch Teil- oder Übererfüllung mit anschließender Korrektur.
- Dimensionserhöhung
- Umgehe Schwierigkeiten eindimensionaler Anordnungen durch Ausweichen in der Ebene, oder Übergang von Flächen- zur Reumgestalt, Auflösen der Gleichzeitigkeit durch Einführung der Zeitlichen Dimension; Verwendung von Mehrschicht- Anordnungen statt Einzellagen; neige das Objekt oder bringe es in Seitenlage.
- Vibration
- Versetze das Objekt in Schwingungen , variriere die Frequenz, nzutze die Resonanzfrequenz aus.
- Periodizität
- Ersetze Analog- durch Digitalvorgänge; verwende Pulsanregungen an Stelle oder in Verbindung mit kontinuierlicher Einwirkung auf das System; nutze Pausen aus; nutze die Parameter periodischer Vorgänge
- Kontinuität
- Eliminiere Leer- und Stillstandszeiten.
- Geschwindigkeit
- Führe Prozess mit so hoher Geschwindigkeit durch, dass er abgeschlossen ist, bevor Nebenwirkungen sich entfalten können.
- Von der Not zur Tugend
- Untersuche negative oder Störeffekte auf Verwendungsmöglichkeiten.
- Rückkopplung
- Verwende Rückkoppelungen zur Optimierung des Verhaltens; sind sie vorhanden, ändere sie oder kehre sie um.
- Mediation
- Nutze ein vermittelndes Obkejt, um die Wirkung zu übertragen oder zu fördern; verbinde das System vorrübergehen mit eine anderemm leicht auszuwechselndem Objekt.
- Selbstwartung
- Lass das Objekt sich selbst warten und eigene Hilfs- und Reparaturfunktionen ausführen; nutze Material- und Energie-"Abfälle".
- Kopieren, Visualisierung
- Verwendung einfacher und preiswerter Kopien an Stelle eines komplexen, teuren, fragilen oder umständlich zu handhabenden Objektes. Ersetze ein Objekt durch eine optische Kopie oder ein Abbild. Ersetze sichtbare Kopien durch Infrarote oder Ultraviolette.
- Einwegkomponenten
- Ersetze teure Objekte durch billige Einwegprodukte.
- Substitution von Mechanik
- Ersetzung durch optische, akustische, elektronagnetische und andere Systeme.
- Pneumatik und Hydraulik
- Ersetze starre Bestandteile eines Objektes durch ein Gas oder eine Flüssigkeit.
- Flexible Membranen oder dünne Filme
- Ersetze tradizionelle Konstruktionen durch Dünnschichttechnik.
- Poröse Materialien
- Ersetze Komponenten durch poröse Bestandteile oder füge sie hinzu. Wenn ein Objekt bereits porös ist, nutze die Poren mit einer geeigneten Substanz.
- Farbänderungen
- Wechsel der Farbgestaltung eines Objektes oder seiner Umgebung; Ausnutzung der Transparenz. Verwende selbst,- rück oder nachleuchtende Elemente zur Unterstützung der Funktion.
- Homogenität
- Wähle Teile, die mit einer Hauptkomponentezusammenwirken, möglichst aus demselben oder einem ähnlichen Material.
- Verwerfen und Wiedergewinnen
- Nachdem ein Teil seine Funktion erfüllt hat und unbrauchbar ist, entferne oder modifiziere es (verwerfen, auflösen, verdampfen). Ersetze unmittelbar aufgebrauchte oder verschlissene Teile.
- Zustandsänderungen
- Verändere physikalische oder chemische Parameter (Temperatur, Dichteverteilung, Viskosität).
- Phasenübergägnge
- Nutze Effekte aus, die auf Phasenübergängen eines Stoffes beruhen.
- Thermische Ausdehnung
- Verwende ein material, dass sich bei Erwärmung ausdehnt oder zusammenzieht; oder verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten.
- Starke Oxidantien
- Behandle das Objekt mit komprimierter oder sauerstoffangereicherter Luft, reinem Sauerstoff oder Ozon.
- Inerte Umgebung
- Isoliere das System oder bette es in eine geschützte Umgebung ein. Führe ein Prozess im Vakkum durch.
- Materialverbund
- Ersetze homogenes Matierial durch einen Verbundwerkstoff.
Manche dieser Regeln sind zwar recht spezifisch, aber als Ansatzpunkt für viele Probleme sehr interessant.
Mindmapping
Software:
http://freemind.sourceforge.net/
http://www.mindman.com/
http://www.managementsoftware.de/management.htm
http://www.mindmanager.de/
http://www.timesystem.de/ Activity Map
http://www.banxia.com/ Decision Explorer
Brainstorming
Für technische Entwicklungen weniger geeignet, besser für die Werbebranche (lt. c't, aber auch meine Meinung --ob)
Morphologiescher Kasten:
- Problem in möglichst viele Einzelprobleme bzw. -parameter zerlegen.
- für jedes Einzelproblem möglichst viele Lösungsansätze/Ausprägungen notieren. Das kann auch gut von verschiedenen Spezialisten gemacht werden!
- Lösungsansätze auswählen und wieder kombinieren
